Zahlen & Daten

Pendler

Einpendler

Quelle: Statistisches Jahrbuch der Stadt Erlangen 2015 zu Ein-und Auspendlern (Seite 77). Link: Stadt Erlangen, Statistisches Jahrbuch 2015

Vorabhinweis: Als Pendler gelten hier „sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer“. 
Über die Pendler, die nicht in diesem Status fallen, so zum Beispiel Studierende der FAU oder Schüler, liegen keine verlässlichen Zahlen vor. Im Rahmen des Verkehrsbericht Erlangen werden zwar regelmäßig Erhebungen vorgenommen, diese geben jedoch auch in dieser Frage keine zuverlässigen Zahlen. Eine genauere Zahl zur Nutzung des ÖPNVs durch Studierende wird frühestens Ende 2016 zur Verfügung stehen, wenn die ersten Statistiken zum im Jahr 2015 eingeführten Semesterticket vorliegen.

 

Pendler nach Erlangen (2014)
Herkunft Anteil Absolute Zahlen
Einpendler Insgesamt 100% 61.143
aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt 26,2% 16.019
aus der Stadt Nürnberg 17,8% 10.883
aus dem Landkreis Forchheim 17,5% 10.700
aus der Stadt Fürth 7,1% 4.341
aus der Stadt Herzogenaurach 4,0% 2.446
Summen
Einpendler Insgesamt 100% 61.143
Mittelfranken ohne Erlangen, Nürnberg und Fürth 40,7% 24.885
Oberfranken insgesamt 24,5% 14.980
Nürnberg und Herzogenaurach zusammen 21,8% 13.329

(Hinweis: Die sonstige Herkunftsorte wurden weggelassen; Die Summe obigen Orte entspricht daher nicht zusammengezählt 100%; siehe verlinkte Quelle für die sonstigen Herkunftsorte.)

Der mit Abstand größte Anteil an Einpendlern nach Erlangen kommt aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt. Nur 21,8% (d.h. 24.885) aller Einpendler kommen aus den Städten Nürnberg und Herzogenaurach.

Auspendler

Pendler aus Erlangen (2014)
Ziel Anteil Absolute Zahlen
Auspendler Insgesamt 100% 15.446
in die Stadt Nürnberg 38,7% 5.978
in den Landkreis Erlangen-Höchstadt 21,5% 3.321
in die Stadt Herzogenaurach 11,8% 1.823
in die Stadt Fürth 8,1% 1.251
in den Landkreis Forchheim 6,4% 989
Summen
Auspendler Insgesamt 100% 15.446
Nürnberg und Herzogenaurach zusammen 50,5% 7.800
Mittelfranken ohne Erlangen, Nürnberg und Fürth 23,9% 3.692
Oberfranken insgesamt 10,1% 1.560

(Hinweis: Die sonstige Zielorte wurden weggelassen; Die Summe obigen Orte entspricht daher nicht zusammengezählt 100%; siehe verlinkte Quelle für die sonstigen Zielorte.)

Daraus folgt: 3.692 Pendler aus Erlangen fahren nach Nürnberg und Herzogenaurach.

Betrachtet man nur die Städte Erlangen, Nürnberg und Herzogenaurach bedeutet dies:
24.885 Pendler kamen aus Nürnberg und Herzogenaurach und fahren nach Erlangen. Aus Erlangen fahren 3.692 Pendler zu diesen Städten.

Würde man nur die Pendler aus diesen drei Städten betrachten, würden die Wege nach Erlangen von Nürnberg und Herzogenaurach von 28.577 Pendlern benutzt.
12,92 % davon kommen aus Erlangen, 87,08% aus Nürnberg und Herzogenaurach.

Pendler innerhalb von Erlangen

Die Tabelle auf Seite 77 und das Kapitel Verkehr verschweigt die Zahlen der Pendler aus Erlangen, die innerhalb von Erlangen unterwegs sind. Durch die Angabe der Tabelle 8.1 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Erlangen (Statistisches Jahrbuch 2015, Seite 54) lässt sich diese Zahl allerdings berechnen:

Am 31.12.2014 waren 43.532 insgesamt sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort in Erlangen gemeldet. Zieht man hiervon die Gesamtzahl aller Auspendler aus Erlangen (15.446) ab, erhält man eine Summe von 28.086 Erwerbstätigen Pendlern, die in Erlangen verbleiben.

Auch hier nochmal der obige Hinweis: Es handelt sich nur um sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Der Verkehr von Studierenden, Schülern und anderen innerhalb von Erlangen ist dabei noch nicht berücksichtigt und müsste hinzugezählt werden.

Vergleicht man die Zahl der Pendler aus Erlangen, die in Erlangen bleiben, mit denen der Einpendler, zeigt sich, dass dies –wie erwartet– die größte Gruppe ist, jedoch geringer ist als die Gesamtzahl aller Einpendler (61.143).

 

Kosten- und Nutzungsverteilung Zweckverband

Gemäß Satzung des Zweckverbandes sollen die Kosten jedoch nicht nach Nutzung, sondern nach Länge der Wegestrecken aufgeteilt werden: Auf die Stadt Erlangen entfallen 62,74%, auf die Stadt Nürnberg 20,86% und auf die Stadt Herzogenaurach 16,40%.

 

Verkehrsmittelwahl in Erlangen

Quelle: Verkehrsbericht Erlangen 2013.

Die folgende Grafik zeigt die Verteilung der verwendeten Verkehrsmittel der Erlanger ausgehend aus Befragungen.

verkehrsmittelwahl-er-2013

44% der Pendler innerhalb von Erlangen nutzen das Rad. Dies ist das bevorzugte Verkehrsmittel. 38% nutzen einen „Motorisierten Individualverkehr“ (Auto, Motorrad, u.a.), 12% den ÖPNV und 6% gehen zu Fuß.

Die folgende Grafik zeigt den Verkehr der Pendler aus der Umgebung und die dabei verwendeten Verkehrsmittel.

verkehrsmittelwahl-staedte-2013Aus der Grafik folgt: Das Erlanger Umland nach Westen und Osten hat die geringsten Nutzungsanteile am ÖPNV und gleichzeitig die höchsten Anteile des Motorisierten Individualverkehrs. Nürnberg und Fürth weisen bereits eine höhere ÖPNV Nutzung auf. Der ÖPNV nach Herzogenaurach ist schlecht genutzt, während es gleichzeitig durch einen hohen Radanteil auffällt.

Es lässt sich der Schluss ziehen, dass das Erlanger Umland nach Westen und Osten den höchsten Bedarf hat für eine Verbesserung des ÖPNV. Unterstützt wird dies durch die Zahlen der Einpendler (s.o.) aus Mittelfranken (ohne Erlangen, Nürnberg und Fürth) mit einem Anteil von 40,7%.

Die Priorität einer ÖPNV-Verbesserung müsste daher bei dem Umland liegen und nicht auf Nürnberg und Herzogenaurach.

 

3 thoughts on “Zahlen & Daten

  1. Diese Daten sind sehr interessant! Kann man dazu näheres erfahren ? Erhebungs-Methoden – ZEitraum und wo die Verkehrs-Flüsse gemessen wurden! Zeitraum bedeutet auch n. meiner ERwartung Tages-Verlauf/Wochen-Tage / Wochenende + Feiertags-Zeiten ! Kennt man aus Interviews die Notwendigkeiten der Einpendelnden ? ( Verteilungen ! ) Sind die Einpendler befragt worden ob diese auf PKW verzichten ? Wie viele der Ein- & Durch-Pendler sind DW-fahrer ? Ich denke, dass bei der Erhebung klar wurde, dass es in H`aurach überaus hohe DW-fahrer ( als sog. Gehalts-Ausgleich gibt ! ) Danke für Ihr feedback für einen weiteren konstruktiven dialog

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