Trasse

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die geplante Trassenführung der Stadt-Umland-Bahn (StUB).

Folgender Pan zur Streckenführung wurde von der Stadt Erlangen veröffentlicht. Sie basiert auf dem Intraplan-Konzept mit Aktualisierung vom November 2015. Link zur Originalquelle: „Vorläufige Trassenführung gemäß Standardisierter Bewertung„.

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Trassenführung StUB (Planung Nov. 2015)

 

Die Trassenführung ist aufgrund der Vorgabe zur Einhaltung der positiven standardisierten Berechnung festgelegt. Es werden derzeit lediglich zwei alternative Ausweichrouten berücksichtigt um kritische Stellen zu umfahren: Die Ausweichroute Hammerbacherstrasse in Erlangen Süd und die Ausweichroute Nägelsbacher Straße um die Arcaden. Die beiden Ausweichrouten werden weiter unten gesondert beschrieben.

Streckendetails

Das Intraplan-Konzept beschreibt einige herausragende Punkte der Trasse. Diese wollen wir genauer beleuchten.

Südkreuzung

Die StUB soll auf der Westseite der B4 von Tennenlohe kommen. Etwa 200 Meter vor der Südkreuzung soll sie nach der aktuellen Planung (Variante Stadt Erlangen) die B4 queren, dann in die Gebbertstraße einbiegen und danach in die Nürnberger Straße.

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Quelle: Intraplan-Konzept- Bild Südkreuzung, Seite 101

 

Im ursprünglichen Intraplan-Konzept sind hier zwei Varianten aufgeführt: Die Variante „Stadt Erlangen“ und die Variante „Obermeyer“. Zum Stand November wurde eine Ausweichroute ergänzt durch die Führung der StUB durch die Friedrich-Bauer-Straße und dann durch die Hammersbacherstrasse (Grafiken hierzu siehe unten).
Die Haltestelle zur Uni wäre hierbei auf der Südseite der B4. Um zum Südgelände Universität zu kommen, muss wird eine neue Brücke über die B4 gebaut. Der „Preußensteg“, der bisher verwendet wurde, aber nicht barrierefrei ist, wird abgerissen. Die neue Brücke muss überquert werden um zur Haltestelle Stettiner Straße zu kommen. Von dort kann man entweder zu Fuß weiter ins Südgelände der Universität rein oder steigt an der Haltestelle in einem Bus, der zur der Haltestelle Technische Fakultät eine Station weiter fährt. Das eigentliche Zentrum der Technischen Fakultät befindet sich von der Haltestelle mehre Hundert Meter entfernt. Die Naturwissenschaftliche Fakultät und das neue Max-Planck-Institut des Lichts ist noch weiter entfernt.

Auf der Südseite bei der Haltestelle soll die bisher dort gelegene Grün- und Waldfläche mit einem Parkplatz für Park+Ride bebaut werden. Aus der Grafik erkennt man weiterhin, dass die StUB in allen Varianten auf der Südseite der Nürnberger Straße geführt werden soll.

Nürnberger Straße bis Werner-von-Siemens-Straße

Für die Trasse von der Gebbertstraße aus durch die Nürnberger Straße gibt es leider keine Risszeichnung.Lediglich obiges Bild zur Südkreuzung zeigt, dass die Straßenbahn möglicherweise an der Südwestseite der Nürnberger Straße eingeführt wird.

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Quelle: Abbildung 5-16, Intraplan-Konzept Seite 106

Die Abbildung 5-16 auf der Seite 106 des Intraplan-Konzepts zeigt den Verlauf in der Nürnberger Straße.  Es ist völlig offen, ob die Baumallee in der aktuellen Form mit der parkähnlichen Landschaft erhalten bleiben kann oder nicht. Unbestreitbar ist jedoch, dass der verfügbare Platz beschränkt ist und dass der Kostendruck auf das Projekt immer dort wo es möglich ist, einen eigenen Gleiskörper für die Bahn vorsieht.

Würde am Anfang die Trasse südwestlich der Nürnberger Straße laufen, müsste sie spätestens ab dem Ohmplatz auf die bisherige Straße geführt werden. Dies zeigt das Luftbild.

Luftbild Nürnberger Strasse, Quelle GIS Erlangen
Luftbild Nürnberger Straße, Quelle GIS Erlangen/karte.fau.de

Zu beachten ist die große Bedeutung der Nürnberger Straße als Naherholungszentrum. Durch ihren parkähnlichen Flair und durch die Baumallee ist sie sehr beliebt. Die GEO Reisecommunity erwähnt sie daher in ihren Empfehlungen.

Quelle: Nürnbger Strasse - GEO Reisecommunity, Foto von Eckart Spindler
Nürnberger Straße; Quelle: GEO Reisecommunity, Foto von Eckart Spindler

Nürnberger Straße zwischen Rathaus und Henkestraße / Aracaden

Neben dem südlichen Teil der Nürnberger Straße ist der nördliche Teil zwischen dem Rathaus und den Arcaden sicherlich am strittigsten. Die Nürnberger Straße ist hier verkehrsberuhigt und gehört sicherlich zu einer der schönsten Straßen in Erlangen. Sie wird nur von Radfahren und Taxis benutzt. Für viele Radfahrer ist diese Straße die beste Möglichkeit schnell und sicher von Nord nach Süd zu fahren. Ausweichrouten für Radfahrer sind aufgrund der engeren Radwege und dem Autoverkehr nicht attraktiv und werden weniger genutzt.
Die Straße wird hierbei auch vom ADFC bei den Radwege-Touren-Tipps aufgeführt.

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Risszeichnung Nürnberger Straße. Quelle: Intraplan Konzept Seite 102.

Die Planung sieht vor, dass nahezu die komplette Breite der Straße (nicht die eigentlichen Fußgängerwege links und rechts) für die Straßenbahn verwendet wird.

Die Grafik aus dem Intraplan-Konzept zeigt dies deutlich. Man erkennt auf der Grafik die Einmündung in die Henkestraße. Der Strang nach Osten (in der Zeichnung oben) ist inzwischen hinfällig. Interessant und Aussagekräftig ist jedoch hier die Strecke in der Nürnberger Straße.

Man erkennt die notwendige Breite der beiden Spuren. Die Spurbreite zweier nebeneinander geführter Straßenbahnlinien ist im Intraplan-Konzept mit 6,5 Metern angegeben.  Auf der Risszeichnung eingezeichnet sind auch die Positionen der Bäume (Kreise mit eckigen Kasten innen).
Auch die Skizze zur Blockumfahrung der Arcaden (s.u.) zeigt deutlich, dass Nürnberger Straße als ganzes von der Straßenbahn beansprucht werden wird.

Aufgrund der Sturzgefahr für Radfahrer durch die Spurrillen und durch die Taktung der Straßenbahnen (laut Planung alle 10 Minuten je Richtung) ist die Straße somit für Radfahrer nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nutzbar. Zitat Stadt im Fragen & Antworten-Katalog: „Konstruktive Mittel zum Schutz der Radfahrer stehen nicht zur Verfügung“.  „Den Radverkehr markierungstechnisch neben den Gleisen zu führen“ ist aufgrund des beschränkten Platzes an dieser Stelle ebenfalls nicht möglich.

Es gibt eine Ausweichroute zu dieser Führung durch die Nägelsbacher Straße. Siehe dazu unten.

Von Henkestraße / Güterhallenstraße zum Bahnhof

Vor den Arcaden aus erfolgt für den Weg zum Bahnhof eine Untertunnelung. Die Haltestelle am Bahnhof soll in einem geraden Streckenabschnitt liegen und kürzere Umsteigewege zur S-Bahn und den Fernbahnen bieten. Die teilweise im Tunnel liegende
Trassenführung ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

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Trasse Arcaden – Bahnhof. Quelle: Intraplan-Konzept Seite 101

Die Tunnelführung soll bautechnisch komplex sein und wirft mehrere Fragen auf, die jedoch hier nicht weiter diskutiert werden sollen.

Nach dem Bahnhof soll die Trasse in einer Kurve über den Großparkplatz geführt werden um in die Richtung der geplanten Kosbacher Brüche zu kommen. Außerdem soll auf dem Kurzzeitparkplatz ein Kreisel gebaut werden, der es ermöglicht, die Straßenbahnen zu wenden.

Bahnhof über Regnitzgrund nach Alterlangen

Vom Großparkplatz kommenden wird die Trasse Richtung Süden neben der Münchener Straße (bzw. in der Straße selbst) an der Feuerwehr vorbei zur Werner-von-Siemens-Straße geführt. Hier biegt die Bahn nach rechts über die Kreuzung  ab um dann geradeaus weiter in den Regnitzgrund zu fahren.  An dieser Stelle sollte in den 90er Jahren die Kosbacher Brücke errichtet werden. Diese war jedoch  höchst umstritten und wurde letztlich nicht gebaut.

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Trasse über den regnitzgrund. Quelle: Intraplan-Konzept, Seite 235

Für die Straßenbahn wird die Brücke nun errichtet und die Bahn wird hier über den Regnitzgrund geleitet. Beim Schulzentrum West wird die Brücke in den Kosbacher Damm geleitet. Als Luftbild sieht die Führung wie folgt aus:

Luftbild Regnitzgrund mit überlagerter Trassenführung aus Risszeichnung. Quelle: GIS Erlangen /karte.fau.de

Die genaue Ausführung der Brücke, sowie der Art der Führung durch den Regnitzgrund ist nicht festgelegt und Gegenstand der Planung.

Über den Kosbacher Damm nach Büchenbach und den Adenauer Ring

Auf dem bislang vierspuriger Kosbacher Damm muss die Straßenbahn entweder Teil der Spuren werden oder aber sie nimmt zwei der bisherigen Autospuren ein, die danach für den Autoverkehr wegfallen.

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Nach der Kanalquerung soll die Trasse jedoch auf eigenen Gleiskörper erfolgen. Hierzu soll ab der Haltestelle Odenwaldallee der bisherige Grünstreifen links und rechts der Straße verwendet werden. Der Radweg auf der südlichen Seite soll entsprechend verschoben werden.

Luftbild Büchenbach West. Quelle: GIS Erlangen / karte,fau.de
Luftbild Büchenbach West. Quelle: GIS Erlangen / karte.fau.de

Das Luftbild zeigt hier die Situation um die Holzweg, Josef-Will-Straße, Westerwaldweg bis zum Nahversorgungszentrum.

Inwieweit hierzu genügend Platz vorhanden ist und es notwendig ist den dortigen Lärmschutzwall abzutragen und durch Stützmauern zu ersetzen (insbesondere ab der Kreuzung Holzweg bzw. Josef-Will-Straße) ist Gegenstand von Diskussionen.

Das folgende Foto (aufgenommen am 25. Februar 2016) gibt einen Eindruck über den verfügbaren Raum.

Bild: Adenauer Ring bei der Kreuzung Josef-Will-Straße
Foto: Adenauer Ring bei der Kreuzung Josef-Will-Straße

Das Foto (aufgenommen von der Haltestelle bei der Josef-Will-Straße mit Blick in nördlicher Richtung) zeigt die verfügbaren Breiten. Für die Straßenbahn wird für zwei nebeneinander liegende Gleise auf eigenem Gleiskörper eine Breite von 6,5 Meter benötigt. Diese könnte durch den Grünstreifen und den Radweg ausgefüllt werden. Ein Radweg in bisheriger Breite muss jedoch erhalten bleiben, da diese Strecke ein von sehr vielen Schülern benutzter Weg ist um von Büchenbach West zum Schulzentrum West zu fahren.

Ausweichroute Hammerbacherstrasse

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Ausweichroute Hammerbacherstrasse

Die Ausweichroute über die Hammerbacherstrasse soll die Südkreuzung der B4 entlasten.

Die ursprüngliche Planung sieht an dieser Stelle andernfalls eine ebenerdige Querung der B4 etwa 200 Meter vor der eigentlichen Kreuzung vor. Dadurch kann es zu zusätzlichen Verkehrsproblemen kommen.

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Luftbild Erlangen Süd, Quelle: GIS Erlangen/karte.fau.de

Die Ausweichroute Hammerbacherstrasse löst dieses Problem indem die Straßenbahn auf die Hammerbacherstrasse geführt wird und keine zusätzliche Querung notwendig wird. Jedoch führt sie in diesem Fall durch die bislang ruhige Friedrich-Bauer-Straße.

Nach dem Intraplan-Konzept soll am Ende der Friedrich-Bauer-Straße zusätzlich ein Park&Ride-Parkplatz entstehen (Bildausschnitt siehe oben).

 

 

Ausweichroute Nägelsbacher Straße / Arcaden

Da die Route durch die Nürnberger Straße umstritten ist, gibt es eine Ausweichroute durch die Nägelsbacher Straße.

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Trassenführung Nägelsbacher Straße/Arcaden. Quelle: Intraplan-Konzept Seite 102 und Seite 236

Auf der Risszeichnung sind beide Strecken eingezeichnet: Die durch die Nürnberger Straße (oben) und durch die Nägelsbacher Straße unten.

Im Falle der Führung durch die Nägelsbacher Straße würde die obige Strecke wegfallen und die Kurve Richtung Güterhallenstraße wäre natürlich andersherum.
Die „Blockumfahrung Arcaden“ wie diese Trasse auch genannt wird wäre eine Lösung zur Problematik der Nürnberger Straße, wenn sie nicht als Umfahrung gebaut wird, sondern als einzige Strecke bei der keine Gleise durch die Nürnberger Straße gelegt werden.
Aufgrund der engen Taktung der Bahnen (alle 10 Minuten eine Bahn pro Richtung) würde es jedoch auch hier zu Verkehrsproblemen im Bereich der Einfahrt zum Parkhaus der Arcaden kommen: Die Nägelsbacher Straße ist regelmäßig an den Samstagen zwischen der Kreuzung zur Henkestraße/Güterhallenstraße und der Einfahrt der Arcaden durch Autos blockiert.

Luftbild Arcaden. Quelle: GIS Erlangen/karte.fau.de
Luftbild Arcaden. Quelle: GIS Erlangen/karte.fau.de

Das Luftbild zeigt die Arcaden mit der Nägelsbacher Straße (links) und die Nürnberger Straße (rechts) genauer.

 

 

 

Erklärung der Trassenführung als Film

 

Erläuterung zu Verkehrsproblemen durch die Trassenführung als Film

 

Quellenhinweise

Die Karten wurden entnommen den offiziellen Informationen der Stadt, darin dem Intraplan-Konzept, sowie der letzten aktualisierten Version vom November 2015. Die Quellangaben der Einzelkarten sind jeweils angegeben.
Die hochauflösenden Luftbilder der Stadt Erlangen kommen aus dem GIS-Projekt der Stadt, welche dieses Bild frei verfügbar machte.

Die Videos zur Beschreibung der Trassenführung werden über YouTube bereitgestellt.