Plan B? Stellungsnahme von Wilhelm Krieger zu den Alternativplan von Herzogenaurach

Da wedelt der Schwanz mit dem Hund. Die 500 000 Einwohnerstadt Nürnberg und die über 100 000 Einwohnerstadt lassen sich vom kleinsten Partner, Herzogenaurach, mit den knapp 23 000 Einwohnern in ein finanzielles Fiasko treiben?

Wo sind die Fakten?

  1. Die Aussage, die Busse würden im Raum Erlangen die Anzahl Fahrgäste nicht befördern können ist falsch, denn die Gelenkbusse, zusammen mit den Solobussen, werden flexibel und bedarfsgerecht eingesetzt und schaffen deshalb zu allen Betriebszeiten die Beförderung aller Fahrgäste – auch ohne StUB! Und der Käse mit der L-Lösung sollte ebenso schnell wieder verschwinden. Die wird nur von Herrn Hacker aufgegriffen, weil der Kostenanteil des Landkreises noch geringer werden würde, der von Erlangen aber bliebe, d. h. Erlangen würde weiter über den Tisch gezogen.
  2. Herr Söder und Herr Herrmann behaupten, dass München 90% der Kosten übernimmt. Das ist falsch, denn 60% davon kommen aus Berlin. Und was den Bürgern arglistig verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass es noch keine Aufteilung der Strecken mit eigenem Gleisbett und Strecken in öffentlichen Straßen gibt. Da Strecken in öffentlichen Straßen nicht bezuschusst werden, steht bis heute nicht fest, wie hoch die Zuschüsse ausfallen und was tatsächlich bei den Gebietskörperschaften hängen bleiben würden.
  3. Bis dato gibt es keine Auskunft darüber, wie viel Geld noch im Fördertopf des GVFG vorhanden ist.
  4. Das Aussagen der Herren Söder und Herrmann, die Förderung sei zugesagt, ist falsch! Das ist erst eine Absichtserklärung, die erst nach Erfüllung der Förderbedingungen erfüllt werden kann! Das hängt von den Faktoren ab, ob der gesamtwirtschaftliche Nutzen über 1,0 liegen würde, ob es nach 2019 ein weiteres Förderprogramm ala GVFG geben wird und zu welchen Bedingungen, sowie hängt die Höhe der Förderung davon ab, ob auch in Bayern Gleistrassen, die in öffentlichen Straßen liegen, bezuschusst werden.
  5. Bis dato gibt es keinerlei Zahlenmaterial, wie viele Fahrgäste wann von wo und nach wo befördert werden müssen. Kein Unternehmen würde neue Maschinen anschaffen ohne zu wissen, was und wie viel damit produziert werden kann.
  6. Die Rede vom verkehrlichen Rückgrat StUB vergisst die S-Bahn, die in einem Drittel der Zeit Nürnberg mit Erlangen verbindet. Frage: Fährt ein künftiger hochqualifizierter Mitarbeiter lieber 45 Minuten mit einer Straßenbahn oder 15 Minuten mit der S-Bahn von Nürnberg nach Erlangen?
  7. Den Unfug mit der staufreien StUB kann man niemandem ernsthaft plausibel machen. Auf der freien Strecke braucht ein Bus, im Gegensatz zur Straßenbahn, keine eigene Trasse und fährt normaler weise mit dem übrigen Verkehr auf der vorhandenen Straße mit. Und in der Stadt? Da muss die Straßenbahntrasse in der Straße verlegt werden. Während dann die Straßenbahn im Verkehr stecken bleibt, können die Busse auf den vorhandenen Busspuren und Sprintstrecken am Stau vorbei fahren!
  8. Das Problem mit der täglichen Blechlawine können weder der Bus noch die Straßenbahn alleine lösen. Das geht nur, wenn man entsprechende Straßen- und Brückenbaumaßnahmen ergreift. Und dafür steht umso mehr Geld zur Verfügung, je weniger Geld man für die sinnlose Straßenbahn vergeudet. Und für die Sanierung der Schulen und Straßen bleibt dann auch noch Geld übrig.
  9. Alle drei Gebietskörperschaften sollten zuerst die eigenen kommunalen Aufgaben bewältigen, ehe sie sich mit einem Millionengrab StUB beschäftigen, wegen seiner „globalen Wirkung“ zugunsten der Metropolregion.
  10. Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis ERH haben den Politikern bewiesen, was sinnvoll ist und was nicht. Hoffentlich wachen die Bürgerinnen und Bürger von Erlangen rechtzeitig auf und erwirken durch ihre Unterschrift für das Bürgerbegehren gegen die StUB ebenfalls einen Bürgerentscheid, bei dem sie auch unseren, von uns bezahlten, Stadträten und Oberbürgermeister beweisen können, was in Erlangen wirklich nötig ist – keine StUB, sondern ein funktionierendes Gemeinwesen.

2 thoughts on “Plan B? Stellungsnahme von Wilhelm Krieger zu den Alternativplan von Herzogenaurach

  1. Hallo Herr Krieger,

    warum iost denn die Website zum Bürgerbegehern so unaktuell? Sieht aus als wäre sie aufgegeben? 🙁 Nicht gut fürs Begehren 🙁

    Wie sieht es denn mit den Unterschriften aus wann sind die 4000 endlich erreicht??

    Grüße
    Sandra

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